Böses erwachen

Geschrieben von Yvonne-riesner.quicksnake.at (») 28. 1. in der Kategorie Engelsblut, gelesen: 142x

Böses Erwachen


Die Sonne liebkoste mich mit ihren warmen Sonnenstrahlen, ich kuschelte mich noch tiefer in die dicke Daunendecke und ließ meine Augen fest geschlossen. Mit einem schwungvollen drehen legte ich mich auf die andere Seite, um nichts in der Welt wollte ich auf wachen und klammerte meinen Geist noch schläfrig an den wundervollen Traum. Leider dauerte es nicht lange bis mein Verstand wieder arbeitete und ich mit steigendem entsetzen fest stellen mußte wo ich mich befand. Mit einem Ruck saß ich nun im Bett, in seinem Bett, ungläugig schüttelte ich den Kopf, ich wußte nicht wie ich herein gekommen war. Zu meiner Erleichterung lag Marcus nicht neben mir, ich wollte gerade aus dem Bett steigen da öffnete sich die Schlafzimmertüre, Marcus kam mit nur einem Handtuch bekleidet und einem unverschämten lächeln im Gesicht auf mich zu. Er hatte einen schönen Körper das mußte ich ihm lassen, seine Haare hatten im Sonnenlicht einen rötlichen Schimmer, sie fielen ihm leicht zerzaust  in die Stirn, er hatte feinere Gesichtszüge und war um ein paar Jahre älter als Lucas, ich schätze mal so um die dreisig. Das einzige was sie beide hatten waren strahlend weiße Zähne und blaue Augen, obwohl Lucas blau dem Himmel entsprach und Marcus blau mehr dem Meer. Die meißten Frauen würden woll sabbernd hinter ihm herlaufen. Schnell verdrängte ich den Gedanken und versuchte meinen Blick auf etwas anderes zu lenken.                           ``Guten Morgen, mein Hündchen, hast du was schönes geträumt?``, verspottete er mich. Schamesröte war mir in das Gesicht geschrieben, ich konnte fühlen wie meine Wangen glühten:``Wie komme ich hier her?`` Er blieb am Bettende stehen und sah mich fragend an:``Nun ja, bei den kläglichen Versuch mich zu retten....`` Ich schnitt ihm das Wort ab:``Das meine ich nicht, ich meine wie komme ich hier her?!`` Ich fuchtelte wie wild mit den Armen herum und deutete auf das Bett. Sein Gesichtszüge wurden hart mit einer unergründlichen Miene durchbohrte er mich, es vergingen Minuten bis er das schweigen brach:``Ich mache es am besten kurz und schmerzlos, du weißt doch sicher noch was du geträumt hast? Nun ja , sagen wir das es kein Traum war, eher ein Trance zustand und du nicht mit Lucas sondern mich an genommen hast.``                                                                                                                     Eine Zeit lang starrte ich Marcus nur an, ich hörte seine Worte aber ich verstand sie nicht, mein Verstand wollte nicht wahr haben was er mit mir getan hatte. Bilder meines Traums krochen in mir hoch, aber anstatt Lucas war nun Marcus an seine Stelle getreten, schauer durch fuhren mich und mein Magen verkrampfte sich, ich sprang aus dem Bett. Die Decke rieß ich mit mir, Schutz suchend stellte ich mich in die Ecke mit der Decke bis zum Hals gezogen. Zitternd konnte ich meinen Blick von diesem Monster nicht abwenden, wäre mein Mund nicht so trocken gewesen ich hätte ihn angespuckt.                                      ``Du hast mich vergewaltigt!``, schrie ich ihn an. Er trat jetzt näher zu mir seine Miene war Wut verzehrt:`` Ich habe dich nicht geschändet, dummes Weib! Du scheinst vergessen zu haben, wer am Bett gefesselt war?! Das war nämlich ich und glaub mir ich hatte keine Freude daran.``                                    Das war zu viel, ich stürtzte mich an Marcus vorbei, hinaus aus dem Zimmer, ich wollte nur noch raus hier. Ich zog an der Türe, rütellte und klopfte, schrie und flehte aber sie bewegte sich keinen Millimeter, erschöpf ließ ich mich mit dem Rücken zur Tür hinunter gleiten. Das Fenster, in meinen Wahn hatte ich es ganz vergessen, ich rappelte mich auf bereit los zu laufen, als sich Marcus zwischen mich und das Fenster stellte.``Versuch es erst gar nicht, das ist Sicherheitsglas und natürlich abgesperrt.``, knurrte er mich drohend an. Ich machte einen Sprung und verschwand im Bad, noch voll Angezogen setzte ich mich in die Dusche und ließ heißes Wasser über meinen ganzen Körper laufen. Tränen rollten über mein Gesicht, das Wasser konnte meine Schande nicht hinweg spüllen, so sehr ich mich auch verzweifelt schruppte bis meine Haut rot und wund war. Ich weiß nicht wie viel Zeit verging als Marcus hart gegen die Tür hämmerte und schrie:``Komm da sofort raus!!! Simone? Mach diese verdammte Tür auf, oder, oder ich schlage sie ein!!!``                                                                                                                                       Sollte er doch, alles war bedeutungslos geworden. Mit einem Lauten knacken sprang die Tür auf, das Wasser war bereits eiskalt geworden, als lange Klauen nach mir griffen und mich nach draußen trugen. Ich wehrte mich nicht, ließ es einfach mit mir geschehen, er setzte mich auf das Sofa und wickelte mich in eine große Tagesdecke. An der Tür klopfte es, ich hebte nicht den Kopf um zu sehen wer es war es war mir egal, hatte ich doch alles velorren. Zwei grüne Augen starrten mich an, zu erst erkannte ich nicht wer sich da vor mich gekniet hatte, es war Daniel er sah mich geschockt und traurig an. Danach machte sich Wut in ihm breit er sah über meine Schulter und fauchte mit einem Zorn in der Stimme: ``Was hast du getan? Wie konntest du das nur machen? Ich verstehe dich nicht mehr! Ich dachte nicht das du zu so was im stande wärst! Was ist bloß los mit dir, bist du wirklich so kalt das du recht von unrecht nicht unterscheiden kannst?! Zum ersten mal in meinem Leben Hasse ich es dein Sohn zu sein!``                     ``Das war nur zu ihren besten! Es gibt Dinge die du noch nicht verstehst, es tut mir Leid!`` die letzten Worte waren nur ein flüßtern.Es klopfte abermals an der Tür, doch dieses Mal ging Marcus hinaus vor die Türe und schloß sie, so das nur einen Spaltbreit offen war.                                                                 ``Ian, was für eine Überraschung?! Was führt dich so früh am morgen zu mir?``, Marcus Stimme war kalt und bestimmend.`` Marcus ich habe gehört das ein Menschenweib sich in unseren Haus befindet. Nun ja, du kennst meine Vorlieben und ich dachte mir vielleicht könnte ich sie Begutachten? Wenn du nichts dagegen hast?``,bei diesen Worten war mein einziger Gedanke: Schlange. Nun war es wieder Marcus der redete mit eisiger Stimme:``Ich muß dich leider endtäuschen, ich habe sehr woll etwas dagegen das du meine Frau begutachten möchtest. Wenn du mich jetzt entschuldigst.`` Er war bereits dabei die Türe zu schließen als Ian ihm zuvor kam und einen Fuss zwischen die Türe hielt.``Deine Frau? Du willst mir sagen sie hat sich bereits an dich gebunden und das nach einer Nacht?! Du verstehst das, das nur schwer zu glauben ist. Besonders wenn man bedenkt mit wem sie vorher zusammen war, ich möchte mich selbst davon über zeugen!``, säuselte der Fremde.``Na dann schnuppere mal schön an mir! Du wirst erkennen das sich bereits unsere Gerüche vermischt haben.``, er streckte seinen Arm Ian entgegen. Mit einem tiefen grollen verschwand Ian und Marcus schloß die Tür.                                                                                   Aber ich verstand, obwohl es keine Rolle spielte, das alles war nur geschehen um mich zu schützen. Wortlos stand ich auf und ging zum Kleiderschrank um mir etwas passendes zum Anziehen zu suchen. Ich fand ein weißes großes T -Shirt un eine Jeans, die zu meiner Verwunderung meine Größe hatte.``Möchtest du einen Kaffee, Simone? Oder brauchst du sonst noch was? Mehr Kleidung konnte ich in so kurzer Zeit nicht auf treiben. Verzeihung.``, Daniel sah mich traurig an.``Nein, danke. Ich brauche nichts. Es sei den du hättest Mitleid mit mir und tötest mich?``, gab ich ihm als antwort. Gleich darauf schämte ich mich für das was ich zu ihm gesagt hatte, er war nur ein Junge, wie konnte ich nur? Ich blickte ihn um Verzeihung bittend an, Daniel hob nur die Hand und gab mir zu verstehen das es schon in Ordnung war.`` Bring ihr ein anständiges Frühstück, sie muß essen! Ich bleibe hier, wir werden sie die nächsten Tage nicht alleine lassen. Hast du das verstanden? In der Nacht werden wir uns mit dem schlafen abwechseln, bis es ihr besser geht. Und Daniel, keine Messer!`` , Marcus setzte sich so hin, wärend er sprach, das er alle Räume gut im Auge hatte. Daniel nickte nur, ich fing an zu zittern, auf keine Fall wollte ich mit diesen Mann alleine sein.                                                                                                    Marcus Augen verengten sich, er deutete Daniel zu leiben wo er war und holte selbst das Frühstück. Die Tage vergingen, ich aß und trank, schlaf fand ich nur sehr selten und wenn ich dann doch mal schlief wachte ich oft weinend oder schreiend auf. Marcus versorgte Daniel und mich mit dem Lebensnotwendigsten. Eines mußte ich diesen Jungen lassen er ließ mich nie aus den Augen, versuchte mich mit Kartenspielen auf zuheitern und redete mit mir über allerlei Unsinn. Die Nächte waren besonders schlimm für mich aber auch hier wachte er über mich, was ich daran erkannte das seine Augen morgens oft rot waren. Immer mehr schloß ich ihn in mein Herz wie meinen eigenen Sohn, obwohl ich die Gedanken an Vincent nur zu gern verdrängte. Manchmal ertappte ich mich dabei das ich mir kaum vorstellen konnte das dieser Junge ein Dämon sein sollte, hatte er doch ein Herz aus Gold!                                                  Marcus sprach nicht viel und wenn dann nur an seinen Sohn gerichtet, ich beobachtete ihn wie er mich beobachtete und manchmal ertappte ich ihn dabei wie er Daniel einen komischen Blick zuwarf, wenn wir miteinander Spass hatten. Mit der Zeit ging es mir wieder besser, ich fühlte mich sicher in Daniels gegenwart und doch wußte ich das es nicht für immer so sein könnte. Konnte ich Daniel doch nicht ewig als meinen Beschützer behalten, er war Jung und auch wenn er es nie zugeben würde, war er doch wegen mir ein Gefangener in seinen eigenen Haus.                                                                         ``Daniel? Könntest du mir einen Kaffee besorgen? Und dann vielleicht von der Stadt ein paar neue Jeans?``, ich drückte wärend ich sprach seine Hand. Marcus stand auf um zu gehen und mir meine Wünsche zu erfüllen, so wie die letzten  zwei Monate. ``Nein, ich will das Daniel geht. Bleib hier!``, meine Augen sahen Marcus an. Er drehte sich um, setzte sich wieder hin und gab Daniel zu verstehen das er gehen sollte. Fast muste ich Lächeln da Daniel keine Anstallten machte  zu gehen und zu tun um was ich ihn gebeten hatte. Aber dann ging er doch, aber nicht ohne seinen Vater einen warnenden Blick zu zuwerfen. ``Du hast meinen Sohn wirklich gern. Ich danke dir, es war nicht gut das er hier so viel Zeit verbrachte, ich habe mir schon Sorgen gemacht. Ich werde jetzt gehen so für eine Stunde, bitte tu nichts dummes, Daniel würde sich es nicht verzeihen wenn dir etwas geschehen würde.``, ganz langsam stand er auf und ging zu Tür hinaus als er sah das ich ihm zu genickt hatte.``Wo ist mein Vater? Ich bringe dir den Kaffee den du wolltest.``, verwirrt sah sich Daniel um.`` Es ist schon ok, geh und hab ein bißchen Spass. Ich werde schon nichts dummes machen, für das mag ich dich viel zu sehr. Also mach dir keine Sorgen und genieß es.``, ich trat auf ihn zu und gab ihn einen Kuss auf die Wange. Er lächelte und ging.                     Ich genoss es alleine zu sein, nach so vielen Tagen, ich trank meinen Kaffee und rauchte eine Zigarette. Nach einer Zeit macht ich mir Musik, mit der Anlage die  im Wohnzimmer stand und tanzte. Das hatte ich früher schon gerne getan, noch bevor mein Leben so eine Wendung nahm.Die Abendämmerung brach langsam ein als sich die Türe öffnete, es war Daniel der erstaunt war das sein Vater immer noch nicht da war.`` Ich habe die Sachen die du wolltest und eine Überraschung!``,er reichte mir Das Säckchen mit den jeans und ein kleines Päckchen das sorgfälltig ein gepackt war. Ich schmieß die Jeans auf das Sofa, setzte mich hin und öffnete das Geschenk, es war eine silberne Kette mit einen roten Rubin als Anhänger. Erwartungsvoll blickte er mich an, ich lächelte und deutete er solle zu mir kommen.``Sie ist wirklich wunderschön! Wärst du so freundlich sie mir um zuhängen?``, ich schob meine Haare zur Seite und reichte ihm die Kette. In diesem Moment trat Marcus ein, er beobachtete die Szene mit einer zornigen Miene. ``Du wirst heute wieder in deinen Gemächern schlafen.``, wie ein Raubtier umrundete er seinen Sohn. ``Das werde ich nicht!``, auch er nahm eine Kampfposition ein. Ich starrte beide an, ratlos was ich tun sollte. Ein grollen stieß aus Marcus Mund. ``Das war keine bitte! Du kannst wieder kommen wenn du weist wo dein Platz ist.``, Marcus Muskeln spannten sich an. ´´Wenn du sie anfasst werde ich dich töten, hast du gehört?!``, fauchte er seinen Vater an. Das war zu viel, Marcus setzte zum sprung an, ich sprang vor Daniel um ihn zu schützen. ``Hört auf!!! Was soll das ganze?Hört sofort auf damit!!!``, schrie ich.

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